Category Archives: Shows

Works on Paper. Drawings and Printed Graphics from the Collection

For the first time, Museum Haus Konstruktiv is opening an exhibition that exclusively presents works on paper from its own collection. Selected printed graphics and drawings will be used to demonstrate this medium’s key role in the work of constructivist-concrete and conceptual artists.

Alongside working in painting and sculpture, most representatives of constructivist-concrete art were also active as graphic designers. Max Bill, Richard Paul Lohse, Karl Gerstner, Gottfried Honegger and Nelly Rudin all had a decisive influence on modern Swiss graphic design and helped it to achieve international renown. Up to now, this printed graphic work has rarely been brought into focus at Haus Konstruktiv. We would like to close this gap with a presentation of selected lithographs, etchings and screen prints by these and other artists, including contemporary ones. In addition, sheets by Ryan Gander and Wade Guyton reveal how, in contemporary art, this traditional medium is experimented with. Besides printed graphics, we present numerous sketches, drafts and drawings, which provide intimate insight into the work process and the artists’ conceptual world.

RESET Museum. Collection. Future.

On the occasion of its 35th anniversary, Museum Haus Konstruktiv is pleased to kick off its 2021 annual program with a spectacular collection exhibition. Under the title RESET, selected new additions are presented, together with outstanding collection pieces that have not been shown for some time. In the Spotlight section, these chosen artworks are supplemented by four relatively young Swiss artists’ newly produced works. On the basis of their positions, we demonstrate the direction in which our collection could be extended in the future.

curated by Sabine Schaschl, Evelyne Bucher and Eliza Lips
Opening and exhibition dates to be announced

Opening and exhibition dates to be announced

I’ll be your Mirror. Wasser in der Sammlung Bosshard

Das Naturelement Wasser besticht durch seine Vielschichtigkeit: Es ist lebensnotwendig und kann zugleich Existenzen bedrohen; es ist spiegelglatt und kann aufwühlend tosen; es gehört zu den kostbarsten Gütern und ist nichtsdestotrotz in unseren Breitengraden allzu oft selbstverständlich; es verleitet zu Abenteuern und steht als Sinnbild für Emotionen und Sehnsüchte. Diese Mehrdeutigkeit trägt dazu bei, dass sich Künstlerinnen und Künstler seit jeher mit der Darstellung von Wasser und seiner Bedeutung für den Menschen auseinandersetzen – die Wandelbarkeit des Motivs fordert in der künstlerischen Umsetzung ebenso heraus, wie es fasziniert.

Die Ausstellung öffnet einen breiten Blick auf diejenigen Werke in den Beständen der Sammlung von Peter und Elisabeth Bosshard, welche sich in direkter oder indirekter Weise mit dem Element Wasser auseinandersetzen und gliedert sich in zwei zentrale Stränge: Einerseits präsentiert sie verschiedene künstlerische Herangehensweisen an das Motiv und vermittelt auf diese Weise einen Überblick über die vielfältigen Interpretationsansätze. Andererseits konzentriert sie sich auf unmittelbare Bezüge zwischen Mensch und Wasser. Anhand so unterschiedlicher Aspekte wie Hygiene, Fernweh oder Naturgewalt gibt die Ausstellung Einblick in die mannigfaltigen Emotionen, welche das Zusammenspiel zu wecken vermag.

Die Nichtschönen – Works from 1967-1974

At once technoid and bodily, minimal and monstrous, often with spouts or hoses that resemble weirdly organic orifices and tentacles, the early sculptural works by Joachim Bandau (* 1936) remain as strange and singular today as when he first made them. An overview of the artist’s still relatively little-known sculptures and related drawings from the period 1967-1974 will be on view.

Anfang von etwas

Der Schweizer Maler Giacomo Santiago Rogado (*1979, Luzern) wird für seine erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland mit zahlreichen Gemälden, Zeichnungen, Objekten und einer begehbaren Installation antreten. Die Ausstellung zeigt in Villa und Remise aktuelle Werke. Dem Künstler geht es um die konsequente Frage nach dem, was im Wesen der Malerei angelegt ist. Dabei geht es ihm auch um einen in gewisser Weise trotzigen Ansatz, der auf eine Regeneration und Verfeinerung visueller Kultur zielt.

Kunst-Stoff Plastik

Plastik ist das Material des 20. und 21. Jahrhunderts!
Form- und einfärbbar, hart oder weich, massiv oder dünn – der günstige Preis und die vielseitige Verwendbarkeit liessen es während der vergangen Jahrzehnte in alle Lebensbereiche vordringen.
So fand es auch schon früh im 20. Jahrhundert Eingang in die bildende Kunst und wurde seither von vielen Künstlerinnen und Künstlern ganz unterschiedlich verwendet. Dies zeigt die abwechslungsreiche Ausstellung an vielen qualitätvollen Beispielen vom frühen 20. Jahrhundert bis heute. Sie nutzen die vielfältigen Materialeigenschaften, zeigen aber auch die Gefahren der synthetischen Stoffe für Mensch und Umwelt auf.
Die Ausstellung lehnt sich so einerseits an das Jahresthema des Verkehrshauses «Logistik» an, wo Plastik als allgegenwärtiges Verpackungsmaterial eine grosse Rolle spielt. Andererseits nimmt sie aufgrund des umweltgefährdenden Charakters des Materials Bezug auf Hans Ernis Einsatz für den Natur- und Umweltschutz.

Ein Bild schreit nach dem nächsten!

Der in Zürich und Cumbel/Lumnezia lebende Künstler Markus Weggenmann (*1953) hatte 2010 im Kunstmuseum Appenzell an der wegweisenden Ausstellung «Farbe ǀ Wasser – Colour ǀ Water» teilgenommen. Seitdem bestand der Wunsch, mit diesem Maler eine umfassendere Werkschau einzurichten. Nun kann im Kunstmuseum endlich eine retrospektiv angelegte Ausstellung gezeigt werden.

In den 10 Räumen des Kunstmuseums werden alle bedeutenden Werkgruppen von Markus Weggenmann vorgestellt. Ausgehend von den frühesten Werken, den «Bagatellen» aus den 1970er und 1980er Jahren, die noch neben der damals ausgeübten Tätigkeit als Ergotherapeut entstanden, bilden im Rundgang die «Streifenbilder», die «Boulevards», die hochglänzenden «Autolackbilder», die Gouachen und die seit den 2010er Jahren entstehenden hochpigmentieren Leimfarbenbilder eigens für die besondere Architektur des Museums inszenierte Schwerpunkte. Der Rundgang wird mit einer grossformatigen Wandmalerei beendet, die für den Ort geschaffen wird.

Der Künstler, der früh zum Umfeld der «Radikalen Malerei» gezählt wurde, formuliert seit den 1980er Jahren eine Farbmalerei, die sich – glücklicherweise – weder einer der gerade geltenden Moden oder Dogmen, noch den grossen Begriffen von Realismus oder Abstraktion zuordnen lässt. Im Vertrauen auf die Eigengesetzlichkeiten und die Wirkungsvielfalt der «gemalten Farbe» konzentriert sich der Künstler auf grundlegende Fragen wie: Ab wann wird Farbe zum Bild? Wie kann Farbe Raum und Plastizität schaffen? Kann Farbmalerei ohne Autor existieren?

Trotz der weiten Spannweite des handwerklichen und ästhetischen Zugangs lässt sich aber – und das zeigt die Ausstellung eindrücklich – eine Konstante der Bildarbeit bzw. Farbarbeit Weggenmanns feststellen: Jedes seiner Werke ist nicht nur ein autonomes Kunstwerk, sondern zugleich eine massive, ortsverändernde Intervention im jeweiligen Raum. Dies mag der semantischen Offenheit der Arbeiten zu verdanken sein, die heterogenste Assoziationsräume öffnen – ist aber viel unmittelbarer eine Folge der äusserst sinnlichen Gegenwärtigkeit von Farbphänomenen, die jeglichen Sprachraum, jede verbale Beschreibung transzendieren.

It Never Ends – John M Armleder & Guests

It Never Ends is a multi-dimensional artistic project that is vital and in constant movement. It is certainly the most important challenge that Armleder has been invited to conceive to date and presents a paradox; it is a personal exhibition, but at the same time one that invites the works of more than a hundred artists; a vast art exhibition, many of which are fleeting, and sometimes even invisible. It may give the impression of being like the ideal museum, but it is above all an experimental, interdisciplinary and polyphonic project. It is, in short, a ‘Chinese Portrait’ of the person who conceived it, for whom notions of hospitality, collaboration and friendships have always played a key role.

31: Women

31: Women, the Daimler Art Collection’s new Berlin show, references two groundbreaking presentations held at Peggy Guggenheim’s New York gallery Art of This Century, the Exhibition by 31 Women, 1943, and The Women, 1945. Initiator and co-curator was Guggenheim’s friend and advisor, the artist Marcel Duchamp. These were the first exhibitions in the United States that focused, to this extent, exclusively on women artists. The women represented a young generation, from eleven different countries. In terms of content, representatives of Surrealism found themselves alongside abstract painters, Dada-influenced artists and previously unknown new trends.

Writing the History of the Future (The ZKM Collection)

The collection of the ZKM | Karlsruhe is one of the largest media art collections in the world. It exemplifies the transformation of art in the face of changing production, reception and distribution technologies. Artists react to the change in the media and sometimes anticipate developments that will become self-evident for society as a whole only years later: they are the story of the future.